Schwerpunkte und Leitbild

Leitbild der GS Klostergang

Unsere Welt hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Um in der Welt von heute erfolgreich zu sein, braucht man nicht nur universelle Kenntnisse. Mehr denn je muss jeder die Fähigkeit entwickeln, lebenslang neues Wissen zu suchen und aufzunehmen, auf Veränderungen zu reagieren und die Welt über die Grenzen des eigenen Landes hinaus kennen zu lernen und zu verstehen. Erfolgreich ist nur der, der sich selbstkritisch mit immer neuen Problemen auseinandersetzt und sie in Zusammenarbeit mit anderen bewältigen kann.

Das gilt für unsere Schülerinnen und Schüler zukünftig noch mehr als für uns. Die Herausforderungen verändern sich, die Erarbeitung neuer Lösungen verlangt eine anspruchsvolle, zielgerichtete Ausbildung. Die Schule ist in erster Linie für das schulische Lernen der Kinder zuständig.

Die Grundschule Klostergang ist ein Ort der Begegnung vieler verschiedener Nationalitäten, Kulturen und Mentalitäten, an dem das Kind weiterhin lernt, sich in eine Gemeinschaft einzufügen und in ihr Verantwortung zu übernehmen.

Die meisten Kinder von heute wachsen unter anderen Bedingungen auf als ihre Eltern. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich ständig:

  • Heute gibt es verschiedenartige Familienformen und unterschiedliche Erziehungsstile von Eltern.

  • Der technische Fortschritt bietet vielfältigste Informationsmöglichkeiten (Internet, Multimedia, Reisen in alle Welt,…. )

  • Die beruflichen Anforderungen sind einem dauernden Wechsel unterworfen, die Gesellschaft und die Wirtschaft verlangen Kompetenzen in persönlichen, sozialen und fachlichen Bereichen und ein lebenslanges Lernen.

  • In den Klassen treffen Lehrerinnen und Lehrer auf eine kulturelle Vielfalt in Bezug auf Nationalitäten, Sprachen und Religionen.

All diese veränderten Rahmenbedingungen wirken sich auf die Schule aus. Sie wird konfrontiert mit großen Unterschieden im Denken, in der sprachlichen, mathematischen und sozialen Fähigkeiten, in der Motivation, der Leistungsbereitschaft und den Arbeitshaltungen der Schülerinnen und Schüler. Die Schule muss in ihrem Bildungsauftrag diesen Tatsachen gerecht werden und nach neuen Lösungen suchen. Der deutlich gestiegene Anspruch, Kinder wirksam zu den Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kerncurricula zu führen, erfordert eine den Veränderungen angepasste Lehr- und Lernorganisation der Schule.

Leitlinien

Wir begegnen unseren Schülerinnen und Schülern mit positiven Erwartungen, unterstützen sie in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und gehen auf ihre Individualität ein. Wir sind uns der Verschiedenartigkeit bewusst und richten unsere pädagogischen Anstrengungen darauf aus.

  • Wir helfen unseren Schülerinnen und Schülern in unserer Gesellschaft ihren Weg zu gehen.

  • Wir fördern bei unseren Schülerinnen und Schülern eine offene Weltanschauung und ein demokratisches Denken und Handeln.

  • Im Unterricht, im Lehrerteam und in der Verwaltung legen wir Wert auf Qualität. Planung und Überprüfung unserer Aktivitäten sind wichtige Instrumente der Qualitätssicherung.

  • Ausgangspunkt für die Gestaltung des Unterrichts sind die Kerncurricula und die schulintern erarbeiteten Lernziele. Die Lernziele werden periodisch überprüft, ggfs. verändert oder ergänzt.

  • Wir fördern unsere Schülerinnen und Schüler, um ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen gerecht zu werden.

  • Wir beurteilen unsere Schülerinnen und Schüler ganzheitlich und auf der Basis der Lernziele.

  • Wir geben regelmäßig Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler, ermutigen sie, ihr eigenes Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten positiv zu entwickeln. Wir unterstützen sie in ihrer Selbsteinschätzung und –beurteilung.

  • Die Zusammenarbeit in Lehrerteams wird seit Jahren erfolgreich praktiziert. Unsere Lehrkräfte arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen pädagogisch kompetent und zukunftsorientiert.

  • Wir sind bestrebt, uns ständig in fachlicher und pädagogischer Hinsicht über alles Neue zu informieren und bilden uns im Team und individuell fort.

  • Eltern und Schule tragen Verantwortung für die Bildung der Kinder. Die Schule unterstützt – im Rahmen ihres Auftrages und ihrer Möglichkeiten – die Eltern in ihrem Erziehungsauftrag.

  • Wir erwarten von den Schülerinnen und Schülern, dass sie Aufträge und Aufgaben gewissenhaft erledigen, sie sich in die Gemeinschaft einfügen und offen sind für alle Belange des Unterrichts.

  • Wir wünschen uns Eltern, die Vertrauen zu uns haben, die auch zu Hause unsere Arbeit unterstützen, die regelmäßig an Elternversammlungen teilnehmen, die uns ihre Meinung fair und offen sagen und die das Schulleben mitgestalten.

  • Die Grundschule Klostergang ist Teil des öffentlichen Bildungswesens. Sie arbeitet konstruktiv mit den Behörden, den Kindergärten, den Schulen der Sekundarstufe 1 sowie den schulrelevanten Institutionen (z.B. schulpsycholog. Dienst, heilpädagog. Einrichtungen,…. ) zusammen.

  • Wir erwarten vom zuständigen Regierungsschuldirektor als Vertreter der Schulbehörde, dass er uns in allen Bemühungen unterstützt, für ein gut funktionierendes organisatorisches Umfeld sorgt und im Bedarfsfall hinter uns steht.

Besondere Rahmenbedingungen

Ungefähr 35 % unserer SchülerInnen sind nicht deutscher Herkunft, 19 unterschiedliche Nationalitäten - stellen die KollegInnen vor vielschichtige Herausforderungen. Die hohe Anzahl von sozial benachteiligten Kindern hat eine Veränderung der Unterrichtskultur zur Folge gehabt. Neben dem klassischen Frontalunterricht werden die Unterrichtsformen Werkstattunterricht, Lernen an Stationen, Wochenplan - und Freiarbeit und projektorientiertes Arbeiten praktiziert, sodass ein hohes Maß an individualisiertem Unterricht angeboten wird. Die Integration von Migrantenkindern bildet einen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit, ein weiterer ist die Arbeit mit sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern. Die pädagogische Arbeit unserer Schule ist gekennzeichnet durch ein hohes Maß an sozialem und unterrichtlichem Engagement.